Zurück zur Homepage Psychotherapie in Konstanz

Was ist Psychotherapie?

„Psychotherapie“ bedeutet die Behandlung von seelischen Krankheiten des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Dazu zählen Störungen wie Ängste, Depressionen, Eßstörungen, Süchte und Zwänge oder Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen.
Darüberhinaus werden auch psychosomatische Störungen psychotherapeutisch behandelt. Hierbei bedeutet „Psychosomatik“, daß seelische Prozesse einen schädigenden (oder bei erfolgreicher Therapie einen heilenden) Einfluß auf den Körper haben können. Auch bei organischen Erkrankungen, z. B. Schmerzzuständen, neurologischen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkankungen werden psychotherapeutische Behandlungsverfahren begleitend zu der organmedizinischen Behandlung eingesetzt.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie betrachtet aktuelle Probleme und Störungen als Ausdruck von Konflikten und Traumatisierungen, die in der frühen Kindheit erlebt und unzureichend verarbeitet wurden. Es wird davon ausgegangen, daß viele seelische Phänomene unbewußt ablaufen und daß diese nicht bewußten Vorgänge von großer Bedeutung für körperliche und seelische Gesundheit, bzw. Krankheiten, sind.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

In der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird von einem oder mehreren be-grenzten aktuellen Konflikten ausgegangen. Die hierbei erlebten Gefühle werden aufgearbeitet und in Bezug zu wichtigen früheren Erlebnissen und Beziehungsmustern gestellt. Durch das damit verbundene Wiedererleben von alten und oft verdrängten Gefühlen wird eine neue und bewußte Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen
möglich gemacht. Dadurch verändert sich der Umgang mit den aktuellen Problemen in günstiger Weise.

Psychoanalyse

Psychoanalyse betrachtet ebenfalls aktuelle Probleme und Störungen als Ausdruck von Konflikten und Traumatisierungen, die in der frühen Kindheit erlebt und unzureichend verarbeitet wurden. Ebenso geht sie davon aus, daß viele seelische Probleme unbewußt ablaufen und daß diese nicht bewußten Vorgänge von großer Bedeutung für die körperliche und seelische Gesundheit, bzw. Krankheit sind.
Im Gegensatz zur Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie arbeitet die Psychoanalyse jedoch nicht nur an einem relativ eng umgrenzten Konflikt, sondern an der psychischen Grundstruktur des Patienten. Eine solche Veränderung erfordert in der Regel eine mehrjährige Behandlung. Die Psychoanalyse arbeitet mit Assoziationen, Träumen und er Deutung von Reaktionen der Patienten gegenüber dem Therapeuten und anderen Personen des sozialen Umfeldes. Durch die Auseinandersetzung mit diesen verborgenen Anteilen und dem allmählichen Vordringen in tiefere Schichten des Unbewußten können früher nicht ausreichend
bewältigte Entwicklungsschritte nachgeholt werden, aktuelle Gefühle und Verhaltensweisen können besser verstanden werden.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie gründet sich auf den Erkenntnissen der Lernforschung. Hierbei geht sie davon aus, daß menschliches Verhalten nicht angeboren, sondern erlernt wurde und somit auch wieder verlernt werden kann. So wie Menschen im Laufe ihres Lebens viele nützliche und notwendige Dinge erlernen, so können ungünstige Verhaltensweisen, wie Süchte oder Ängste, erlernt werden. Diese Verhaltensweisen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Ziel der Verhaltenstherapie ist die Änderung ungünstiger Verhaltensweisen. Das störende Verhalten wird analsysiert und die Situationen, in denen es auftritt. Ungünstige Verhaltensweisen sollen wieder verlernt und neuen hilfreiche Gewohnheiten aufgebaut werden, z. B. Kontaktpflege anstelle von sozialem Rückzug. Unterschiedliche Methoden, wie Angstbewältigungsstrategieen, Rollenspiele oder Selbstsicherheitstraining werden zum Teil auch in Alltagssituationen angewandt.

 
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